Bereich: Schiffsfonds - GlossarDer Zweitmarkt bei Schiffsfonds
Da die große Nachfrage an zusätzlichen Transportkapazitäten, hervorgerufen durch die Globalisierung, heute nicht mehr nur allein durch den Neubau von Schiffen gedeckt werden kann, wird es immer interessanter, gebrauchte Schiffe auf dem Zweitmarkt für Schiffsfonds anzubieten. Genauer gesagt bedeutet dies, dass Schiffe, die vor ein paar Jahren noch verschrottet worden wären, nun für eine Kapitalanlage interessant werden. Es sollte auch bei Investitionen in gebrauchte Schiffe genauso sorgfältig vorgegangen werden, wie bei neuen Schiffen. Durch die Langlebigkeit der Schiffe kann es immer noch eine sinnvolle Investition darstellen und da die Transportleistung bezahlt wird, kann ein Second Hand-Schiff die gleichen Charterraten wie ein Neubau einfahren. Auch einen zusätzlicher steuerlicher Vorteil ist gegeben, da Gebrauchtschiffe nicht einer Bindungsfrist von acht Jahren unterliegen und schneller wieder verkauft werden können, ohne dadurch steuerliche Nachteile zu verbuchen, da auf den Erlös des Weiterverkaufs nur der halbe Steuersatz berechnet wird. Allerdings sollte hier drauf geachtet werden, dass die Preise für ein gebrauchtes Schiff nicht zu hoch sind, denn durch die gestiegene Nachfrage haben sich auch die Preise erhöht und erreichen teilweise das gleiche Niveau, wie ein neuwertiges Schiff. Das kann aber auch gerechtfertigt sein, da gebrauchte Schiffe sofort einsatzbereit sind und Geld einbringen können. Doch genauso wie bei Schiffen, die gerade aus der Werft ausgelaufen sind, ist es wichtig, die zu erwartende Rendite zu prüfen, da sich das Niveau der Charterrate verändern kann. Zusätzlich muss das Währungsrisiko berücksichtigt werden, denn die Abrechnung findet meist in Dollar statt. |



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